Monats-Check
Der Monats-Check hält deine Kontostände und regelmäßigen Zahlungen aktuell, ohne dass du einzelne Umsätze eintippst und ohne tägliche Rückfragen. Einmal im Monat schickst du je Konto deinen Kontoauszug. Den Rest erledigt der Buchhalter.
So läuft es ab
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Erinnerung. Am 3. des Monats meldet sich der Bot: „Monats-Check: Ich brauche den Kontoauszug für Sparkasse Giro, ING Tagesgeld." Fehlt am 17. noch ein Konto, erinnert er nur noch an dieses.
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Auszug schicken. Im Online-Banking das Postfach bzw. die Dokumente öffnen, den Kontoauszug des letzten Monats als PDF herunterladen und an den Bot schicken. Eine Datei je Konto; die nächste erst, wenn du die Karte bestätigt hast.
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Eine Karte prüfen. Der Bot zeigt dir alles auf einer Karte:
- welche geplanten Zahlungen gekommen sind (Miete, Gehalt, Kreditrate, Sparrate …), mit dem tatsächlichen Betrag;
- was sich geändert hat (z. B. Strom 92 € statt 85 €; beim zweiten gleichen Betrag passt er den Plan an);
- was nicht im Auszug stand (das wird für diesen Monat übersprungen);
- Lastschriften, die er noch nicht kennt;
- den Rest als eine Summe „Alltagsausgaben" (Supermarkt, Tanken, Kleinkram). Kam mehr Geld herein, als die Karte erklärt, heißt der Rest „Ungeklärter Eingang".
Ein Tipp auf „Übernehmen", fertig.
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Vorschau. Danach sagt dir der Bot, ob das Geld auf dem Konto bis zum nächsten Geldeingang reicht. Wird es knapp, schlägt er eine Umbuchung vor: wie viel, bis wann und von welchem Konto.
Woran der Bot das Konto erkennt
An der IBAN auf dem Auszug. Du musst sie nicht abtippen. Beim ersten Auszug fragt der Buchhalter, welches deiner Konten gemeint ist, und merkt sich die IBAN. Ein CSV-Export enthält die eigene IBAN zwar nicht, der Bot lernt sie dann aber meist trotzdem: Überweist du von einem anderen deiner Konten auf dieses Konto, erkennt er es an deinem Namen (bzw. euren Namen bei einem Gemeinschaftskonto) und an dem einen passenden Konto ohne IBAN. Auf der Karte steht dann „Die IBAN … wird beim Konto … gespeichert“. Passt eine IBAN zu mehreren deiner Konten, rät er nicht: Ein Hinweis auf der Karte nennt die Konten, und du sagst ihm, welches es ist. Nimmst du einen Auszug zurück (Storno), bleibt eine dabei gespeicherte IBAN bewusst stehen, denn sie ist eine Angabe zum Konto und keine Buchung. Eine falsch gespeicherte IBAN entfernt der Bot auf Zuruf wieder, z. B. „Die IBAN beim N26-Konto stimmt nicht, nimm sie raus“.
Auszug eines Kontos, das der Bot noch nicht kennt (z. B. das Konto deines Kindes): Schick ihn einfach. Der Buchhalter legt das Konto in einem Schritt an, mit der IBAN und dem Endstand aus dem Auszug. Den gedruckten Kontoinhaber schlägt er als Besitzer vor (bei zwei Namen: gemeinsam). Stimmt der Vorschlag nicht, sag einfach, wem das Konto gehört, etwa „das ist das neue Trade-Republic-Konto von Lisa“. Auf der Karte steht der Stichtag, zu dem dieser Stand gilt. Den Auszug selbst spielt er dafür nicht mehr ein: Der Endstand ist der Startpunkt, der Monats-Check beginnt mit dem nächsten Auszug. Geht die Rechenprobe des Auszugs nicht auf, legt er das Konto ohne Kontostand an und fragt dich danach.
Ein Dokument kannst du auch ohne Text schicken. Der Bot liest es zuerst selbst und erkennt, ob es ein Kontoauszug, ein Depotauszug oder ein anderes Dokument ist. Eine CSV- oder Excel-Datei erkennt er an der Dateiendung und liest sie gleich als Umsatz-Export (siehe unten).
Woran er die Zahlungen erkennt
Beim ersten Mal am Betrag, am Datum und am Namen des Empfängers. Danach merkt er sich die Kennung der Lastschrift (Gläubiger-ID und Mandatsreferenz) bzw. die IBAN des Empfängers. Ab dann erkennt er die Zahlung sicher, auch wenn sich der Betrag ändert. Wechselst du den Anbieter, ist das eine neue Kennung. Der Bot zeigt die Zahlung dann zuerst als „unbekannt" und fragt nach.
Überträge zwischen deinen Konten
Steht als Gegenkonto die IBAN eines deiner eigenen Konten, bucht der Bot einen Übertrag: Das Geld verschwindet nicht als Ausgabe, sondern kommt beim anderen Konto an. Es ist egal, welchen Auszug du zuerst schickst. Der zweite erkennt den Übertrag wieder und bucht ihn nicht noch einmal. Nach der Buchung nennt dir der Bot jeden erkannten Übertrag mit Gegenkonto, Betrag und Gebühr.
- Geld unterwegs: Geht eine Überweisung am Monatsende ab und kommt erst im nächsten Monat an, zählt sie beim anderen Konto im neuen Monat. Die Karte zeigt das im Abschnitt „Unterwegs“.
- Anderer Betrag: Passt eine Zeile zu einem schon gebuchten Übertrag, aber nicht im Betrag, bucht der Bot keinen zweiten. Die Zeile bleibt im Rest.
- Zurücknehmen mit Übertrag: Ist das andere Konto schon für diesen Tag bestätigt, lässt sich der Auszug nicht mehr allein zurücknehmen. Der Bot sagt dir, wessen Auszug du zuerst zurücknehmen musst.
Sicher gegen Fehler
- Rechenprobe: Anfangsstand plus alle Zeilen muss genau den Endstand ergeben. Stimmt das nicht (z. B. eine Seite fehlt), übernimmt der Bot nichts und sagt dir die Differenz.
- Nichts doppelt: Was schon gebucht ist, wird abgehakt statt neu gebucht. Derselbe Monat kann nicht zweimal eingespielt werden.
- Zurücknehmen: Falsches Konto erwischt? „Nimm den letzten Kontoauszug von Giro zurück" macht den letzten Monats-Check dieses Kontos komplett rückgängig.
- Einzelumsätze werden nicht gespeichert. Aus dem Auszug bleiben nur Zeitraum, Anfangs- und Endstand und die Summe des Rests.
Was der Finanzberater daraus macht
- Konto knapp: Fällt ein Konto voraussichtlich unter deinen Puffer, warnt er dich und nennt die Umbuchung. Die Warnung sagt, mit wie viel Alltagsausgaben pro Tag gerechnet wurde und ob der Puffer der Standard ist. Den Puffer stellst du je Konto im Chat ein („Auf dem Girokonto sollen immer mindestens 400 € bleiben“); der Standard für alle anderen Konten ist 250 € (
lifeagents config set finance coverage_buffer_eur 400). Beim ersten Monats-Check fragt der Buchhalter danach. - Alltagsausgaben: geschätzt aus deinen letzten Kontoauszügen. Der allererste Auszug eines Kontos zählt nicht mehr, sobald ein zweiter da ist, weil er meist entstanden ist, bevor deine Daueraufträge erfasst waren. Einzelne Ausgaben ab 250 € zählen als einmalig nicht mit, Überweisungen auf eigene Konten nie. Die Schätzung je Tag siehst du in der Übersicht unter Konten beim tiefsten Stand.
- Zahlung fehlt: Kam ein Dauerauftrag zweimal in Folge nicht vom Konto, fragt er, ob du ihn gekündigt hast.
CSV-Export statt Kontoauszug (Trade Republic, N26)
Manche Banken bieten statt eines Monats-PDFs einen Umsatz-Export als CSV-Datei an, heute Trade Republic und N26. Für so ein Konto lautet die Erinnerung anders:
- In der App den Transaktions-Export für dieses Jahr erstellen und die CSV-Datei an den Bot schicken.
- Dazu den Kontostand nennen, den die App gerade zeigt, z. B. „laut App 1.234,56 €". Der Export enthält keinen Kontostand. Ohne deine Zahl macht der Bot keine Karte; er rechnet sich nie selbst einen Stand aus. Schickst du die Datei ohne Text, fragt er danach.
Welches Konto? Nennst du keins, nimmt der Bot das Konto der Bank, von der die Datei stammt. Gibt es davon mehrere, fragt er. Nennst du ein Konto einer anderen Bank, bucht er nichts und fragt nach. Ist bei einem Konto die Bank falsch eingetragen, sag es ihm, dann korrigiert er sie.
Die Datei liest ein fester Leser im Bot, kein Sprachmodell. Sie geht also nicht an einen KI-Anbieter. Der Monats-Check umfasst die Tage nach dem zuletzt bestätigten Stand bis gestern. Umsätze von heute zählen erst beim nächsten Mal.
Vorgemerkte Kartenzahlungen zieht die App schon vom angezeigten Stand ab, der Export enthält sie aber erst nach der Buchung. Der Unterschied zählt diesmal zum Rest, die Karte nennt ihn eigens. Ein schon bestätigter Stand bleibt dabei unverändert. Beim nächsten Export taucht die Zahlung auf; die Karte sagt dann, dass sie schon im letzten Rest steckt. Passt sie zu einem Dauerauftrag oder Abo, bucht der Bot sie dort, und die Karte zeigt den Gegenbetrag als „Ausgleich vorgemerkter Zahlungen“, nicht als Eingang. Nichts zählt doppelt. Beginnt der Export erst nach dem zuletzt bestätigten Tag (z. B. „dieses Jahr" im Januar), warnt die Karte stattdessen, dass Umsätze fehlen könnten. Dann lieber abbrechen und einen längeren Zeitraum exportieren.
Bei Trade Republic zusätzlich zum normalen Ablauf:
- Sparpläne mit echter Stückzahl: Der Export nennt die genaue Stückzahl jeder Ausführung. Der Bot muss sie nicht aus dem Kurs schätzen.
- Käufe, Verkäufe und Dividenden, die noch nicht erfasst sind, bucht er mit den Werten aus dem Export. Was schon erfasst ist, hakt er ab.
- Einzelkäufe statt einer Übernahme: Hast du eine Position beim Einrichten als einen Bestand eingetragen, ersetzt der Bot sie auf Wunsch durch die echten Einzelkäufe aus dem Export. Dafür kommt vorher eine eigene Karte. Er ersetzt nur, wenn die Stückzahlen genau übereinstimmen. Käufe nach dem Tag deines bestätigten Kontostands werden dabei echte Käufe und mindern den Kontostand; die Karte zeigt diese Wirkung.
- Unbekannte Zeilen (eine neue Umsatzart, eine korrigierte Dividende) bucht er nicht automatisch. Die Karte nennt sie einzeln, ihr Betrag zählt zum Rest.
Bei N26:
- Export: In der N26-App bzw. im Web-Banking die Umsätze als CSV herunterladen, am einfachsten für dieses Jahr. Exportiere das Hauptkonto und jeden Space einzeln; mischt die Datei mehrere Spaces, fragt der Bot nach einer Datei je Konto.
- Eigene Konten: Überweisungen an oder von einem deiner Konten erkennt der Bot an der IBAN und bucht sie als Übertrag. Kennt er die IBAN des anderen Kontos noch nicht, lernt er sie meist aus der Überweisung selbst (siehe oben), sonst bleibt die Zahlung einmal im Rest.
- Datum: Es zählt der Buchungstag, nicht die Wertstellung.
- Unbekannte Umsatzarten bucht er nicht automatisch. Die Karte nennt sie einzeln, ihr Betrag zählt zum Rest.
Bondora Go&Grow (Excel-Kontoauszug)
Den Kontoauszug von Bondora Go&Grow lädst du in der Bondora-App als Excel-Datei herunter und schickst ihn an den Bot. Diese Datei enthält Zeitraum, Anfangs- und Endstand. Du musst also keinen Kontostand nennen. Auch sie liest ein fester Leser, kein Sprachmodell. Ob die Datei deutsch oder englisch ist (je nach Spracheinstellung deines Bondora-Kontos), spielt keine Rolle.
- Verrechnungskonto: Bondora zahlt nur auf dein verifiziertes Bankkonto aus. Sag dem Bot einmal, welches das ist, z. B. „Mein Go&Grow zahlt auf mein Trade-Republic-Konto aus". Dann bucht er Ein- und Auszahlungen als Übertrag mit diesem Konto. Ohne Verrechnungskonto bleiben sie im Rest, und die Karte weist darauf hin.
- Gebühr: Bondora behält bei jeder Auszahlung 1 € ein. Der Bot bucht sie als Gebühr beim Go&Grow-Konto, die Karte zeigt sie getrennt vom Übertrag.
- Zinsen: Der Bot schätzt die täglichen Zinsen vorab. Der Auszug enthält die echten. Der Bot bucht die Differenz als eine Zinskorrektur und schließt die noch offenen Zinstage ab, nichts zählt doppelt.
- Kleinstbeträge alter Bondora-Kredite (Rückflüsse aus Krediten außerhalb von Go&Grow) bucht er als eine Summe.
- Zeilen „Unallocated balance" ändern deinen Stand nicht. Der Bot bucht sie nicht.
Auf deinem Bankkonto: Bondora zahlt über ein Sammelkonto aus, das alle Kunden teilen. Kommt eine Zahlung von Bondora auf deinem Bankkonto an, ordnet der Bot sie dem Go&Grow-Konto zu, das auf dieses Konto auszahlt. Bei einer Einzahlung an Bondora entscheidet die Bondora-Referenz im Verwendungszweck. Hinterlege sie als Kontonummer des Go&Grow-Kontos. Fehlt die Referenz und kommen zwei Go&Grow-Konten in Frage (z. B. deins und das eines anderen Haushaltsmitglieds), fragt der Bot einmal nach, welches gemeint ist. Die Karte zeigt die Zuordnung, bevor gebucht wird. Kann er eine Zahlung nicht zuordnen, bleibt sie im Rest, und die Karte sagt, was hilft: bei Einzahlungen die Referenz als Kontonummer, bei Auszahlungen das Verrechnungskonto.
Konten ohne Kontoauszug
Bargeld oder ein Konto ohne PDF-Auszug kannst du weiter per Chat abgleichen: „Auf dem Tagesgeld sind heute 5.230 €." Ein Depot gleichst du wie bisher mit dem Depotauszug ab (Foto oder PDF).