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Mitwirken

Monats-Check

Der Monats-Check hält deine Kontostände und regelmäßigen Zahlungen aktuell, ohne dass du einzelne Umsätze eintippst und ohne tägliche Rückfragen. Einmal im Monat schickst du je Konto deinen Kontoauszug. Den Rest erledigt der Buchhalter.

So läuft es ab

  1. Erinnerung. Am 3. des Monats meldet sich der Bot: „Monats-Check: Ich brauche den Kontoauszug für Sparkasse Giro, ING Tagesgeld." Fehlt am 17. noch ein Konto, erinnert er nur noch an dieses.

  2. Auszug schicken. Im Online-Banking das Postfach bzw. die Dokumente öffnen, den Kontoauszug des letzten Monats als PDF herunterladen und an den Bot schicken. Eine Datei je Konto; die nächste erst, wenn du die Karte bestätigt hast.

  3. Eine Karte prüfen. Der Bot zeigt dir alles auf einer Karte:

    • welche geplanten Zahlungen gekommen sind (Miete, Gehalt, Kreditrate, Sparrate …), mit dem tatsächlichen Betrag;
    • was sich geändert hat (z. B. Strom 92 € statt 85 €; beim zweiten gleichen Betrag passt er den Plan an);
    • was nicht im Auszug stand (das wird für diesen Monat übersprungen);
    • Lastschriften, die er noch nicht kennt;
    • den Rest als eine Summe „Alltagsausgaben" (Supermarkt, Tanken, Kleinkram). Kam mehr Geld herein, als die Karte erklärt, heißt der Rest „Ungeklärter Eingang".

    Ein Tipp auf „Übernehmen", fertig.

  4. Vorschau. Danach sagt dir der Bot, ob das Geld auf dem Konto bis zum nächsten Geldeingang reicht. Wird es knapp, schlägt er eine Umbuchung vor: wie viel, bis wann und von welchem Konto.

Woran der Bot das Konto erkennt

An der IBAN auf dem Auszug. Du musst sie nicht abtippen. Beim ersten Auszug fragt der Buchhalter, welches deiner Konten gemeint ist, und merkt sich die IBAN. Ein CSV-Export enthält die eigene IBAN zwar nicht, der Bot lernt sie dann aber meist trotzdem: Überweist du von einem anderen deiner Konten auf dieses Konto, erkennt er es an deinem Namen (bzw. euren Namen bei einem Gemeinschaftskonto) und an dem einen passenden Konto ohne IBAN. Auf der Karte steht dann „Die IBAN … wird beim Konto … gespeichert“. Passt eine IBAN zu mehreren deiner Konten, rät er nicht: Ein Hinweis auf der Karte nennt die Konten, und du sagst ihm, welches es ist. Nimmst du einen Auszug zurück (Storno), bleibt eine dabei gespeicherte IBAN bewusst stehen, denn sie ist eine Angabe zum Konto und keine Buchung. Eine falsch gespeicherte IBAN entfernt der Bot auf Zuruf wieder, z. B. „Die IBAN beim N26-Konto stimmt nicht, nimm sie raus“.

Auszug eines Kontos, das der Bot noch nicht kennt (z. B. das Konto deines Kindes): Schick ihn einfach. Der Buchhalter legt das Konto in einem Schritt an, mit der IBAN und dem Endstand aus dem Auszug. Den gedruckten Kontoinhaber schlägt er als Besitzer vor (bei zwei Namen: gemeinsam). Stimmt der Vorschlag nicht, sag einfach, wem das Konto gehört, etwa „das ist das neue Trade-Republic-Konto von Lisa“. Auf der Karte steht der Stichtag, zu dem dieser Stand gilt. Den Auszug selbst spielt er dafür nicht mehr ein: Der Endstand ist der Startpunkt, der Monats-Check beginnt mit dem nächsten Auszug. Geht die Rechenprobe des Auszugs nicht auf, legt er das Konto ohne Kontostand an und fragt dich danach.

Ein Dokument kannst du auch ohne Text schicken. Der Bot liest es zuerst selbst und erkennt, ob es ein Kontoauszug, ein Depotauszug oder ein anderes Dokument ist. Eine CSV- oder Excel-Datei erkennt er an der Dateiendung und liest sie gleich als Umsatz-Export (siehe unten).

Woran er die Zahlungen erkennt

Beim ersten Mal am Betrag, am Datum und am Namen des Empfängers. Danach merkt er sich die Kennung der Lastschrift (Gläubiger-ID und Mandatsreferenz) bzw. die IBAN des Empfängers. Ab dann erkennt er die Zahlung sicher, auch wenn sich der Betrag ändert. Wechselst du den Anbieter, ist das eine neue Kennung. Der Bot zeigt die Zahlung dann zuerst als „unbekannt" und fragt nach.

Überträge zwischen deinen Konten

Steht als Gegenkonto die IBAN eines deiner eigenen Konten, bucht der Bot einen Übertrag: Das Geld verschwindet nicht als Ausgabe, sondern kommt beim anderen Konto an. Es ist egal, welchen Auszug du zuerst schickst. Der zweite erkennt den Übertrag wieder und bucht ihn nicht noch einmal. Nach der Buchung nennt dir der Bot jeden erkannten Übertrag mit Gegenkonto, Betrag und Gebühr.

Sicher gegen Fehler

Was der Finanzberater daraus macht

CSV-Export statt Kontoauszug (Trade Republic, N26)

Manche Banken bieten statt eines Monats-PDFs einen Umsatz-Export als CSV-Datei an, heute Trade Republic und N26. Für so ein Konto lautet die Erinnerung anders:

  1. In der App den Transaktions-Export für dieses Jahr erstellen und die CSV-Datei an den Bot schicken.
  2. Dazu den Kontostand nennen, den die App gerade zeigt, z. B. „laut App 1.234,56 €". Der Export enthält keinen Kontostand. Ohne deine Zahl macht der Bot keine Karte; er rechnet sich nie selbst einen Stand aus. Schickst du die Datei ohne Text, fragt er danach.

Welches Konto? Nennst du keins, nimmt der Bot das Konto der Bank, von der die Datei stammt. Gibt es davon mehrere, fragt er. Nennst du ein Konto einer anderen Bank, bucht er nichts und fragt nach. Ist bei einem Konto die Bank falsch eingetragen, sag es ihm, dann korrigiert er sie.

Die Datei liest ein fester Leser im Bot, kein Sprachmodell. Sie geht also nicht an einen KI-Anbieter. Der Monats-Check umfasst die Tage nach dem zuletzt bestätigten Stand bis gestern. Umsätze von heute zählen erst beim nächsten Mal.

Vorgemerkte Kartenzahlungen zieht die App schon vom angezeigten Stand ab, der Export enthält sie aber erst nach der Buchung. Der Unterschied zählt diesmal zum Rest, die Karte nennt ihn eigens. Ein schon bestätigter Stand bleibt dabei unverändert. Beim nächsten Export taucht die Zahlung auf; die Karte sagt dann, dass sie schon im letzten Rest steckt. Passt sie zu einem Dauerauftrag oder Abo, bucht der Bot sie dort, und die Karte zeigt den Gegenbetrag als „Ausgleich vorgemerkter Zahlungen“, nicht als Eingang. Nichts zählt doppelt. Beginnt der Export erst nach dem zuletzt bestätigten Tag (z. B. „dieses Jahr" im Januar), warnt die Karte stattdessen, dass Umsätze fehlen könnten. Dann lieber abbrechen und einen längeren Zeitraum exportieren.

Bei Trade Republic zusätzlich zum normalen Ablauf:

Bei N26:

Bondora Go&Grow (Excel-Kontoauszug)

Den Kontoauszug von Bondora Go&Grow lädst du in der Bondora-App als Excel-Datei herunter und schickst ihn an den Bot. Diese Datei enthält Zeitraum, Anfangs- und Endstand. Du musst also keinen Kontostand nennen. Auch sie liest ein fester Leser, kein Sprachmodell. Ob die Datei deutsch oder englisch ist (je nach Spracheinstellung deines Bondora-Kontos), spielt keine Rolle.

Auf deinem Bankkonto: Bondora zahlt über ein Sammelkonto aus, das alle Kunden teilen. Kommt eine Zahlung von Bondora auf deinem Bankkonto an, ordnet der Bot sie dem Go&Grow-Konto zu, das auf dieses Konto auszahlt. Bei einer Einzahlung an Bondora entscheidet die Bondora-Referenz im Verwendungszweck. Hinterlege sie als Kontonummer des Go&Grow-Kontos. Fehlt die Referenz und kommen zwei Go&Grow-Konten in Frage (z. B. deins und das eines anderen Haushaltsmitglieds), fragt der Bot einmal nach, welches gemeint ist. Die Karte zeigt die Zuordnung, bevor gebucht wird. Kann er eine Zahlung nicht zuordnen, bleibt sie im Rest, und die Karte sagt, was hilft: bei Einzahlungen die Referenz als Kontonummer, bei Auszahlungen das Verrechnungskonto.

Konten ohne Kontoauszug

Bargeld oder ein Konto ohne PDF-Auszug kannst du weiter per Chat abgleichen: „Auf dem Tagesgeld sind heute 5.230 €." Ein Depot gleichst du wie bisher mit dem Depotauszug ab (Foto oder PDF).